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Die James Tyler Variax geschichte

Jeder Studio-erfahrene Gitarrist wird Ihnen bestätigen, dass man nur Arbeit bekommt, wenn man jederzeit einen ganzen Kofferraum voller Gitarren dabei hat. Bisher ging es gar nicht anders, weil man im Studio ja nahezu aus dem Stand einen passenden Part spielen muss – und da wäre ein blasser Sound der definitive Inspirationskiller. Selbst wenn man das passende Instrument dabei hat, muss man es aber trotzdem erst auspacken, stimmen, anspielen… und hat den “Vibe” des Titels dann wahrscheinlich schon längst wieder vergessen. Da wäre eine Gitarre mit perfekten Sounds ganz unterschiedlicher Instrumente doch ein Geschenk des Himmels…

Mit der James Tyler Variax geht genau dieser Traum in Erfüllung. Spielen Sie die “extremen” Modelle dieser Gitarre doch einmal an – Sie werden staunen. Und die Magnettonabnehmer des Instruments sind an sich bereits eine Sensation. Spielen Sie bei Bedarf zwei Gitarren-Sounds gleichzeitig, um dem Song mehr “Oomph” zu verleihen. Arbeiten Sie im Minutentakt mit unterschiedlichen Stimmungen, ohne die Mechaniken der Gitarre auch nur anzufassen und nehmen Sie Ihre A-Gitarrenparts in der Regie (d.h. ohne Mikrofon usw.) auf. Mit einer James Tyler Variax verlieren Sie keine kostbare Zeit mehr mit der Sound-Suche und langwierigen Einstellungen.

Die Vorteile einer James Tyler Variax-Gitarre beschränken sich aber nicht auf die Aufnahme von Gitarrenparts. Auch live erweisen sich diese Instrumente von unschätzbarem Wert, weil man viel weniger Instrumente mitzunehmen braucht, was nicht nur das Transportrisiko reduziert, sondern auch viel weniger Justierungsarbeiten erfordert. Benötigen Sie nur in einem Song bzw. einer Passage eine akustische Gitarre? Die James Tyler Variax bietet gleich mehrere, die man mit dem Drehregler wählen kann. Die Möglichkeiten sind schier unerschöpflich: Man kann jederzeit ein anderes “Instrument” und/oder eine andere Stimmung wählen und bei Bedarf berühmte Gitarrenparts mit dem “amtlichen” Sound nachspielen.

Wenn Ihre Zeit für Kreativität sowieso begrenzt ist, lohnt sich eine Variax erst recht. Ein Instrument bietet nämlich die Sounds einer Traumkollektion, die sich nur die wenigsten leisten könnten, ganz abgesehen davon, dass das Sound-Angebot ungemein inspirierend wirkt und dass man für die Aufnahme einer akustischen Gitarre keine Totenstille mehr einklagen muss. Bei so vielen Sound-Möglichkeiten brauchen Sie sich keinen kreativen Zwang mehr anzutun.


Entstehung des Variax-Konzepts
Line 6-Produkte gelten seit jeher als wegweisende digitale Audiogeräte für Musiker und Audioprofis. Die Erfolgsgeschichte der Firma begann 1996 mit dem weltweit ersten Modeling-Gitarrenverstärker. Nach zahlreichen Erfolgen in Bezug auf die Aufnahme und den Live-Einsatz von Gitarrenparts richtete Line 6 sein Augenmerk auf die Gitarre selbst. Nicht gerade eine leichte Aufgabe, aber schließlich hatten wir zuvor ja schon bewiesen, dass man eine eindrucksvolle Verstärker- und Effektsammlung mühelos in einem knallroten bohnenförmigen Kompaktgehäuse unterbringen kann. Und die Line 6-Mitarbeiter gelten ohnehin als unerschrocken.

Wir wussten natürlich, dass Gitarristen nur authentische Sounds durchgehen lassen. Folglich haben wir uns zuerst mit den physikalischen Eigenschaften der Spezies Gitarre beschäftigt. Jeder Aspekt, der irgendwie zum Klang einer Gitarre beiträgt, wurde studiert. Dafür haben wir extra Verfahren entwickelt, die uns die Wechselwirkung zwischen den Saitenschwingungen, Resonanzen und Tonabnehmern erklären konnten. Dabei stießen wir auf Gesetzmäßigkeiten, die es uns erlaubten, das Verhalten großer Gitarren einem Variax-Instrument zu implantieren.

Dann machten wir uns auf die Suche nach Instrumenten, die in unserer Gitarre verewigt werden sollten. Die ausgewählten Kandidatinnen wurden penibel vermessen und mit unseren physikalischen Modellen verglichen, bis unsere Modelle nicht mehr von den Sounds der Originale unterschieden werden konnten. Schließlich wurden die Modelle auf ihre Spieltauglichkeit und den Spaßfaktor getestet – und erst dann gaben unsere Entwickler Ruhe.


Eine perfekte Partnerschaft
Um den Modellen ein möglichst musikalisches Gesicht zu geben, tat sich Line 6 mit dem berühmten Gitarrenbauer James Tyler zusammen, dessen Fachwissen die zweite Variax-Generation auf eine noch viel höhere Stufe hieven sollte.

James Tyler war schon als Kind von Gitarren fasziniert und eröffnete 1980 in Reseda (Kalifornien) seine erste Gitarrenwerkstatt. In kürzester Zeit zählten so namhafte Gitarristen wie Michael Landau, Neil Stubenhaus, Buzz Feiten u.v.a. zu seinen festen Kunden. In den darauf folgenden Jahrzehnten entwickelte er zahlreiche ungemein kreative Gitarren und Bässe, richtig freche Verarbeitungen, allseits gelobte Tonabnehmer – und eine riesige Fangemeinde. Jedes seiner Projekte spiegelt seine Suche nach der perfekten Gitarrenmit optimaler Elektronik wider – und so konnten wir uns für die Variax keinen besseren Partner vorstellen.
Zur Biographie von James Tyler

Tylers Erfahrung mit dem Bau von Instrumenten für die angesagten Session- und Live-Gitarristen spürt man in allen Details der James Tyler Variax-Gitarren. Die Bünde sind meisterlich konturiert, die Metallpartien sind robust und edel, die Brücke und Tonabnehmer sind über jeden Zweifel erhaben. Tyler weiß einfach, was Sache ist. Das alles führt zu einem Instrument, das man nicht mehr aus der Hand geben mag – einem zuverlässigen Partner für alle musikalischen Lebenslagen.

Das Dream-Rig
Wer sich eine absolute Kontrolle über sein komplettes Gitarren-Rig wünscht, braucht die elektrischen und akustischen Gitarrenmodelle der James Tyler Variax nur mit einer ebenso hochwertigen Verstärker-, Boxen- und Effektsammlung zu kombinieren, wie man sie in den Multi-Effektpedalen der POD® HD-Serie und den Verstärkern der DT-Serie (DT50™ und DT25™) findet. Mit einem einzigen Fußtaster können bei Bedarf alle Aspekte geändert werden: Die Sounds, das Routing, das Instrument und die Stimmung. Im Klartext: Sie haben alle Aspekte Ihrer Gitarrenanlage in der Hand und können alles blitzschnell ändern.

Beginnen Sie z.B. mit einer offenen Stimmung einer akustischen 12-Saiter-Gitarre und spielen Sie gleich danach mit einer “Drop”-Stimmung und megafetter Verzerrung, um im Outtro schließlich mit einer Sitar in höhere Gefilde zu entschweben. Praktischer und natürlicher kann man einfach nicht über seinen Sound schalten und walten.