L6 LINK™ ist eine von Line 6 entwickelte Schnittstelle für die Vernetzung mehrerer Line 6-Geräte. Für die Übertragung von Audio- und Steuerdaten wird nur ein Kabel benötigt, und das hat zahlreiche Vorteile.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Produkte bieten einen L6 LINK-Anschluss?

Momentan sind die Multi-Effektgeräte POD HD300, HD400 und HD500 sowie die Gitarrenverstärker der DT50-Serie L6 LINK-fähig.

Wie funktioniert’s?

L6 LINK beruht auf einem XLR-Kabel, das in einer Richtung Audiodaten und in zwei Richtungen Steuerdaten senden kann.

Was bedeutet dies denn konkret?

Wenn du den L6 LINK-Anschluss eines POD HD Multi-Effektpedals mit einem Gitarrenverstärker der DT50-Serie verbindest, ändern sich beim Drehen an den Reglern auf einem Gerät auch die Einstellungen des anderen.

Da alle “Steuerinformationen” (Einstellungen der Klangregler, Verstärkerbauteile usw.) zwischen dem POD HD und DT50 hin- und hergeschickt werden, kann der Verstärker auch vom Multi-Effektgerät aus eingestellt werden und umgekehrt.

Was für ein Kabel benötigt man für L6 LINK?

L6 LINK beruht auf einem herkömmlichen XLR-Kabel. Allerdings können wir nicht jedes beliebige XLR-Kabel empfehlen, weil es recht große Qualitätsunterschiede gibt. Wir haben die L6 LINK-Technologie u.a. mit einem Mikrofonkabel der Classic Series-Serie (±8m) von Planet Waves getestet und können es sehr empfehlen.

Inwiefern ist eine L6 LINK-Verbindung zwischen einem POD HD Multi-Effektpedal und einem Verstärker der DT50-Serie besser als eine herkömmliche Verbindung zwischen einem POD HD und einem anderen Verstärker?

  • Auf Knopfdruck werden sowohl analoge als auch digitale Schaltungen umkonfiguriert. Bei Anwahl eines anderen POD HD-Verstärkermodells oder -Speichers werden die analogen Schaltungen eines DT50 automatisch passend umkonfiguriert Man bekommt das beste Modeling im Zusammenspiel mit dem passenden “Class A”- oder “Class A/B”-Betrieb, der richtigen Vorspannung, “B+”-Spannung, negativen Rückkopplungstopologie, dem zugehörigen Trioden/Pentoden-Betrieb der Röhren usw. So ist der Sound jederzeit aus dem Stand optimal.
  • Schnelle Editierung und Sound-Anwahl. Die POD HD-Sounds können mit den Reglern des DT50 editiert und anschließend im POD HD gespeichert werden.
  • Keine Brummschleifen. Eine L6 LINK-Verbindung kann keine Brummschleife erzeugen!

Muss man denn unbedingt die L6 LINK-Verbindung verwenden?

Im Prinzip ja. Der L6 LINK-Anschluss eines POD HD300/400/500 ist ein “Ausgang”, weil er Audiodaten lediglich sendet. Die Amps der DT50-Serie können L6 LINK-Signale dagegen sowohl senden als auch empfangen.

Kann man mehrere Amps per L6 LINK miteinander verbinden?

Aber sicher! Wenn man weitere DT50-Verstärker per L6 LINK an den ersten anschließt, “weiß” letzterer, dass es noch weitere Amps gibt. Die Vernetzung mehrerer Verstärker mit einem POD HD Multi-Effektpedal erlaubt eine intelligente Verteilung der Effektsignale. (Siehe auch das DT50- und das POD HD-Expertenhandbuch.)

Wie viele DT50-Verstärker unterstützt ein POD HD300/400/500 in einem L6 LINK-Netzwerk?

Ein POD HD Multi-Effektpedal unterstützt bis zu vier DT50-Verstärker (allerdings auf unterschiedliche Arten).

Der POD HD500 verwaltet bis zu vier verschiedene Audiokanäle, die zu separaten DT50-Verstärkern übertragen werden können. (Damit lassen sich sehr komplexe Rigs in bester “Wet/Dry”-Manier erstellen – z.B. ein “trockener” Amp in der Mitte sowie ein linker und ein rechter Verstärker für Stereo-Effekte.)

Ein POD HD300 und HD400 unterstützen zwei separate Audiokanäle. Wenn man zwei DT50-Verstärker anschließt, fungiert der eine als “linker” und der andere als “rechter” Kanal (echter Stereobetrieb). Man kann noch weitere Verstärker anschließen, die dann aber den linken und rechten Kanal doppeln.