Cory Churko rockt noch mehr mit der James Tyler Variax
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Cory Churko at WemblyWenn der angesagte Gitarrist Cory Churko bei Künstlern wie Kelly Clarkson (“Stronger”-Welttournee) oder Shania Twain in Las Vegas in die Saiten haut, dann befinden sich letztere auf einer James Tyler® Variax®. Corys JTV-59 enthält schließlich eine immense Sammlung an elektrischen und akustischen Instrumentenmodellen, ist in echter “Boutique”-Qualität verarbeitet und arbeitet nahtlos mit seinem Multi-Effektprozessor der POD® HD-Serie zusammen.

Wie bist du auf die Variax gekommen?

Bei mehreren Shania-Tourneen benutzte ich bereits die Ur-Variax. Ich war begeistert von der Möglichkeit, blitzschnell zwischen einer elektrischen und akustischen Gitarre wechseln zu können, ohne dafür einen doch recht unbequemen Ständer zu verwenden. Natürlich hatte ich hinsichtlich des Sounds ein paar Bedenken. Ich stellte aber sehr schnell fest, dass der Komfort längst nicht das einzige war – die akustischen Sounds der Variax klingen weitaus überzeugender als eine herkömmliche akustische Gitarre mit DI! Auch die anderen beiden Gitarristen der Band haben sich eine Variax zugelegt. Während der Proben haben wir nämlich A/B-Vergleiche zwischen dem Tele®-Modell der Variax und einer echten Tele angestellt. Unser Produzent Mutt Lange fand die Variax für den betreffenden Song besser als das Original.

Wie hast du auf die Ankündigung reagiert, dass die neue Variax-Generation von James Tyler entwickelt wurde?

James Tyler genießt international ein enorm hohes Ansehen als Gitarrenbauer. Ich fand die Idee einer Kombination von modernster Technologie mit großem handwerklichen Sachverstand klasse. Mit einer Gitarre von James Tyler kann man schon gehörig angeben – aber wenn man dann sieht, wozu die JTV in der Lage ist, wird es fast unheimlich…

Welchen Eindruck hast du von diesem Instrument?

Die JTV-59 fühlt sich wie eine richtig gute Les Paul an. Man braucht also keinen einzigen Kompromiss einzugehen und kann sich ruhigen Gewissens für diese Gitarre als Hauptinstrument entscheiden. Selbst ohne den ganzen Line 6-Zauber ist dies schon ein unerhört gutes Instrument. Man braucht sie nur anzuschließen, um damit arbeiten zu können. An dieses Instrument braucht man sich nicht anzupassen und muss auch keine Kompromisse eingehen. Die Eingewöhnungsphase entfällt demnach. Sie ist ein tolles Instrument. Wenn man sie dann aber mit der Line 6-Technologie kombiniert, kann man sich tatsächlich jeden Sound-Wunsch erfüllen.

Hast du ein Lieblingsmodell? Welches benutzt du am häufigsten?

Bei Kelly benutze ich vor allem das “Lester”-Modell. Bei Shania wähle ich sehr oft “Spank” und “T-Model”. Das tue ich aber nur, weil ich jene Sounds für das betreffende Repertoire benötige. Auch die anderen Modelle finde ich überzeugend. Für Rockabilly oder Jazz würde ich mit ebenso großer Freude andere Modelle einsetzen. Ich liebe die akustischen Modelle des neuen V1.8 Firmware-Updates.

Was kannst du uns über die alternativen Stimmungen berichten? Verwendest du auch eigene?

In dieser Hinsicht mache ich es mir recht einfach: Ich gebrauche “Drop D”, stimme die Gitarre einen Halbton tiefer, verwende ein tiefes “C” und ein paar virtuelle Kapo-Stimmungen. Das funktioniert richtig gut. Bei extrem tiefen Stimmungen lässt die Intonation anderer Instrumente selbst bei dicken Saiten doch arg zu wünschen übrig. Die Intonation der JTV bleibt dagegen selbst bei “Low C” noch perfekt.

Welchen Stellenwert hat die JTV in deiner ansehnlichen Gitarrensammlung?

Zum Glück habe ich heutzutage die Freiheit und Möglichkeit, auch live für jeden Song eine andere Gitarre zu verwenden. Wenn ich mir dann die Frage stelle, ob ich sie alle durch die JTV ersetzen könnte, lautet die Antwort: Na klar! Für Clubs und kleinere Auftritte ist die JTV ganz einfach ideal und konkurrenzlos. Sie enthält mehr Sounds als man braucht, man kann sie komfortabel umstimmen – und braucht nur einen Saitensatz!

Was gefällt dir denn am Zusammenspiel der JTV mit dem Multi-Effektprozessor POD HD500?

Ich benutze den POD HD500 und POD HD Pro oft und gerne. Ich liebe die Automationsmöglichkeiten bei Verwendung des VDI-Kabels. Die gesamte Sound-Kette –Verstärker, Effekte, Gitarrenmodell, Tonabnehmer und Stimmung– ändert sich auf Knopfdruck. Das ist einfach genial. Und jetzt, da man vom POD aus zwischen den magnetischen Tonabnehmern und den Modellen der JTV umschalten kann, bin ich wunschlos glücklich. Alles kann auf dem Computer gespeichert werden, indem man ganz einfach die POD-Einstellungen sichert. Cool! Wer selbst keine Fußtaster mehr drücken möchte, kann den POD auch via MIDI fernbedienen (lassen). Das ist praktisch für komplizierte Übergänge oder Show-Einlagen, bei denen man die Fußtaster nicht rechtzeitig erreicht. Man ist plötzlich so frei wie ein Vogel! Nur Fehler kann das System noch nicht ausbügeln – bis auf weiteres müssen wir also immer weiter üben.

Was sagen denn Kollegen zu deiner JTV–POD-Kombination?

Zum Vorspielen für die neue Shania-Band hatte ich nur die JTV und den POD HD500 im Gepäck. Als ich irgendwann einen Akustik-Sound anspielte, haben sich alle die Augen gerieben und geschaut, wo der denn herkommen sollte. Irgend jemand meinte, ich hätte wohl eine Voodoo-Gitarre dabei!

Cory spielt ab dem 1. Dezember 2012 bei “Shania: Still the One” im Caesars Palace Colosseum von Las Vegas und geht außerdem mit Kelly Clarkson auf Tour.

*Alle Produktnamen sind Warenzeichen der betreffenden Hersteller, die in keiner Weise mit Line 6 verbunden sind. Warenzeichen anderer Hersteller werden nur als Hinweise auf Produkte verwendet, deren Sounds und Klänge für die Line 6-Produkte analysiert und nachgebildet wurden. Tele ist ein eingetragenes Warenzeichen der Fender Musical Instruments Corporation.